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Biographie

Portrait Kirsten Priebsch

  geboren 1964 in Sondershausen/Thüringen
  zwölfjährige Schulausbildung,1983 Abitur
  Studium "Psychologie" an der Universität Dresden,
  Abschluss als "Diplompsychologin", in dieser Zeit erste intensive
     Kontakte mit der Aquarellmalerei

  Therapeutische Ausbildungen in Klinischer Verhaltenstherapie,
     Klinischer Hypnose
     Kathathym-Imaginativer Psychotherapie,
     Systemischer Berater (SG)

  1999 Erlangung der Approbation
     als Psychologische Psychotherapeutin

  Zur Zeit tätig als Diplompsychologin und Psychologische
     Psychotherapeutin an einer kinder- und jugendpsychiatrischen
     Klinik

  Freiberufliche künstlerische Tätigkeit
     sowie Kursleitertätigkeit in Malerei, Stressbewältigung,
     Naturkosmetik & Aromatherapie und kreativem Stricken

  Dozentin an der Jugendkunstschule Mühlhausen (Leiterin des
     Erwachsenenkurses) seit 2011


  Lebensgemeinschaft, drei Kinder (geb. 1988, 2002 und 2003)



Vita

  intensivere Beschäftigung mit Malerei und Zeichnung seit 1990
  imaginative Malerei
  Strickdesign (Vielfarbenstricken, Fair Isle, keltische Motive)
  Naturkosmetik und Aromatherapie seit 1996

  Ausbildungen und Kurse:
     
Bernhard Vogel (Salzburg) 
     Gerhard Almbauer (Graz, Österreich)
     Gabriele Musebrink (Essen)
     Ekkehardt Hofmann (Leutershausen)
     Bernd Klimmer (Kaiserlautern)
     Sommerakademie Kunst-Akademie Dresden
     Akademie Faber Castell

  Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl):
     Barmer Mühlhausen (2005, 2007, 2008) P
     Radiologie Mühlhausen (2010) P
     Gesundheitszentrum Forstberg, Mühlhausen (2010) P
     Schloss Goldacker, Weberstedt (2011) P
     "Reformhaus Wittenberg", Divi-Blasii-Kirche Mühlhausen (2011)
     "Kopplung II", Haus Dacheröden Erfurt (2011)

  Mal- und Kulturreisen u.a. nach Venedig, Nordjütland/Dänemark,
     Kurische Nehrung/Litauen, Schottland, Gardasee, Andalusien,
     Rügen, Darß, Hiddensee

  Mitglied im Kunstwestthüringer e.V. seit 2005

  Motive:
     Landschaften, Stadtdarstellungen, Blumen
     Abstrakte Malerei
     Farbstimmungen
     Imaginationen
     Keltische Muster und Motive (Umsetzung in Strickdesign
     und Naturkosmetik)

  Techniken:
     Aquarell
     Acryl
     Öl   
     Kohle und Kreide
     Tusche
     Mischtechniken
     Collagen und Materialbilder
     Radierung
     Handstricken


"Malen ist für mich nur ein anderes Wort für Fühlen."
(John Constable)

Meine besondere Liebe gilt stimmungsvollen Landschafts- und Städtedarstellungen, Baumlandschaften sowie der Suche nach kulturhistorischen Spuren, die ich in Aquarellen und Zeichnungen am liebsten direkt vor dem Motiv umsetze, beziehungweise im Atelier mit Acrylfarben. Meine Hauptleidenschaft gilt jedoch nach wie vor der Aquarellmalerei, neu angeregt nach einer Malreise nach Venedig mit dem Weltklasseaquarellisten Bernhard Vogel. 

Licht, Farbe, Gefühl und Stimmung verbinden sich mit der Transparenz und dem Fließvermögen der Aquarellfarben. Der Betrachter soll in die Landschaft oder das Stadtmotiv hineingehen können, sie erfühlen und mit seinen Interpretationen, Erinnerungen und Assoziationen von ihnen Besitz ergreifen können.

Meine norddeutsche Abstammung bedingt meine Affinität zu der herben und schlichten, manchmal auch rauen Schönheit der nordischen Landschaften mit ihrer beeindruckenden Weite. Häufig findet man in meinen Motiven Spuren der menschlichen Entwicklung, fast immer aber Bäume als Metapher der Stärke und Unvergänglichkeit, aber auch unserer und der Natur Verletzbarkeit. Ich möchte, dass meine Bilder verstanden werden als Appell an das Bewahren unserer kulturellen Traditionen und der von unseren Menschen geprägten Landschaften.


      


"Ein starkes Empfinden für die Natur ist die notwendige Grundlage aller künstlerischer Gestaltung."
(Paul Cézanne)


Wie habe ich mich entwickelt?

Malerei

Bereits als Vorschulkind war ich malerisch und musisch vielseitig interessiert, malte, zeichnete und sang gerne - gefördert durch Elternhaus und später in der Schule bei gebührlicher Beachtung ideologischer Inhalte. Allmählich engten mich die thematischen und ideologischen Zwänge des Kunst- und Musikunterrichtes in der Schule immer mehr ein, so dass ich die Freude am Kunstunterricht verlor und mich zunehmend ausschließlich in meiner Freizeit kreativ entfalten konnte. Meine Liebe galt Natur-, Märchen- und Tierdarstellungen, die ich mit Bleistift und Temperafarben gestaltete.

Mit dem komplizierten Jugendalter traten meine künstlerischen Interessen immer mehr in den Hintergrund, erst zum Ende meines Psychologiestudiums war ich innerlich wieder frei, um mich erneut der Malerei zuzuwenden, dabei entdeckte ich die Aquarellmalerei - inspiriert durch die sich in Dresden neben und an der Kunsthochschule etablierende "Kunstszene" und das nun erhältliche gute Künstlermaterial.
In den Folgejahren schlossen sich - zumeist im Zusammenhang mit Urlaubsreisen auf die Inseln Bornholm, Fischland-Darß und Rügen sowie allgemein nach Norddeutschland - auch Malkurse bei professionellen Künstlern an.
Wichtige Impulse erhielt ich auch durch meine psychotherapeutische Ausbildung, v.a. durch das Beschäftigen mit Imaginationen bzw. inneren Bildern.
Ein Katalysator meiner künstlerischen Entwicklung war die Geburt meiner jüngeren Kinder 2002 und 2003 und der damit verbundene vorübergehende Ausstieg aus dem aktiven Berufsleben. Ich fand endlich Zeit und Muße, wieder verstärkt zu malen und mich gezielt in Kursen und autodidaktisch weiterzubilden. Ich malte zunächst eine Zeitlang in einer regionalen Gruppe von Hobbymalern und Autodidakten. Im Jahr 2005 trat ich der regionalen Künstlervereinigung "Kunstwestthüringer e.V." bei.

Malkurse und Malreisen - Herausforderung und Chance

Höhepunkte meiner bisherigen künstlerischen Arbeit waren Malkurse und Malreisen bei dem Ausnahmeaquarellisten Bernhard Vogel, außerdem Gerhard Almbauer und häufige Kurse sowie Malreisen mit Ekkehardt Hofmann und Bernd Klimmer. 

Im Juli 2011 lernte ich Gabriele Musebrink aus Essen kennen, die Spachtelmassen aus Baumaterial und Marmormehl selbst herstellt, ausschließlich mit Pigmenten arbeitet und überdies die Kunst der Freskenmalerei meisterhaft beherrscht.

Neben dem "Tapetenwechsel" trifft man dabei immer interessante Menschen und Maler, von denen man lernen kann und Rückmeldungen zu den eigenen Arbeiten bekommt. Zumeist ist die künstlerische Arbeit in der Gruppe intensiver und experimentierfreudiger als zu Hause und führt häufiger zu überraschenden Ergebnissen. Ich möchte diese Erfahrungen nicht missen und bedauere Maler und Malerinnen, die meinen, dies nicht nötig zu haben.

Ob ein Kurs oder eine Malreise für mich "passt", spüre ich daran, dass der Kursleiter es versteht, in zugleich wertschätzender und kritischer Art und Weise zum Malen zu begeistern, Neues auszuprobieren und über die Fokussierung auf die Stärken zu persönlich befriedigenden Ergebnissen herauszufordern. Ganz besonders möchte ich hier Bernhard Vogel aus Salzburg und Gabriele Musebrink aus Essen herausstellen. 

Zunehmend versuche ich, während Malreisen auf "eigene Faust" meine persönliche Herangehensweise an die Kultur, Geschichte und Motive eines Reisezieles zu entwickeln und zu einem individuellen Arbeitsstil mit einer Kombination von Skizzieren, Malen vor dem Motiv und Fotodokumentation der Motive zu gelangen. Genoss ich bisher den Schutz einer ganzen Malgruppe vor Schaulustigen und kritischen Zuschauern, war ich nun ganz allein Zaungästen meiner Malerei ausgesetzt - eine zunächst verunsichernde und neue Erfahrung, die das Malen vor dem Motiv mit sich bringt. Andererseits kann ein Motiv aus meiner Erfahrung heraus nie so intensiv mit allen Sinnen erlebt werden, so dass die auf Malreisen entstandenen Bilder eine einzigartige Authentizität inne haben. Hinzu kommt schließlich die Aufbereitung der Ergebnisse einer Malreise zu Hause im eigenen Atelier. Die Zusammenstellung eines Reiseberichtes hat sich für mich bewährt, geschichtliche und kultur- sowie kunsthistorische Zusammenhänge zu verarbeiten, festzuhalten und zu verbinden mit persönlichen Erlebnissen und individuellen Beweggründen, ein Motiv auszuwählen und zu malen. Letztlich bieten Ausstellungen und die Gespräche mit anderen Menschen wichtige Gelegenheiten, die Ergebnisse zu präsentieren und über die Eindrücke und Gefühle, die meine auf Malreisen entstandenen Bilder auslösen, ins Gespräch zu kommen. Damit schließt sich auch der Kreis zu meinem eigenen Erleben. 

"Malen lernt man durch Malen."
(Bernhard Vogel, Salzburg/Österreich)


Naturkosmetik, Aromatherapie und Naturseifen

Jahrzehntelang waren wir "Ostfrauen" dazu verdammt, sehnsüchtig auf verbotenen Wegen ergatterte Frauenmagazine und Kataloge des "Westens" durchzublättern und all die strahlend schönen, glatten Model-Gesichter ohne einen einzigen Makel zu bestaunen - ach, hätten wir doch auch all diese tollen Wundercremes bekommen können, die ewige Jugend und Schönheit und damit Attraktivität und Selbstbewusstsein versprachen. Was haben wir uns die Nase platt gedrückt an den Schaufenstern der ersten noch zu DDR-Mark-Zeiten in ostdeutschen Großstädten eröffneten Yves-Rocher-Läden!

Auch ich war überaus glücklich, nach der "Wende" auch ohne zahlungskräftige Westverwandtschaft an all die werbewirksam produzierten und überteuert verkauften Chemie-Cocktails zu gelangen und hoffte, den unvermeidlichen Hautalterungsprozess mit allen gefürchteten, am Selbstwertgefühl nagenden Erscheinungen nun endlich aufhalten zu können. Mit vielem Probieren - ohne jünger und schöner auszusehen - bekam ich eine Vielzahl von Hautproblemen, die ich selbst aus meinen schlimmsten Pubertätszeiten nicht kannte.

So begann ich - statt mit mir zu hadern - mich ab 1995 mit der Problematik näher zu beschäftigen und beschloss, meine Kosmetik selbst herzustellen - zunächst für mich allein, dann auch für meine Familie. Nach einer kurzen Umstellungszeit waren alle Hautprobleme verschwunden.
Und es setzte eine Entwicklung in Gang, die ich mir vorher nicht habe vorstellen können: bewusste Veränderungen im Umgang mit dem eigenen Körper, neue Erfahrungen und Wertschätzung gegenüber dem, was uns die reiche Pflanzenwelt an Rohstoffen, Wirkstoffen und duftenden Essenzen bietet.


2008 begann ich mit der Herstellung von kaltgesiedeten Plfanzenölseifen.
Cremes, Lotionen, Seifen, duftende Öle usw. selbst zuzubereiten, bringt in unsere moderne, schnelllebige und übertechnisierte Zeit wieder ein bisschen Romantik von "Alchimie und Hexenküche". Und es macht sehr viel Spaß, da sich rasch Erfolgserlebnisse einstellen.
Ich stehe dazu, eine moderne "Kräuterhexe" zu sein und möchte auch andere einladen, an diesen Erfahrungen teilzuhaben.


Kreatives Stricken

Sehr frühzeitig, noch im Vorschulalter, löcherte ich meine Mutter, mir Sticken und Häkeln beizubringen, im Alter von etwa 7 Jahren begann ich zu stricken.
Im Laufe der Jahrzehnte habe ich wahrscheinlich etliche Kilo Wolle verstrickt und Kleiderschränke mit Pullovern, Jacken, Socken, Schals, Handschuhen usw. gefüllt und alle (?) Stricktechniken ausprobiert.
Schon immer fand ich es eher langweilig, nach fertigen Vorlagen zu stricken, sondern variierte diese und dachte mir eigene Muster und Farbkombinationen aus. Noch gut kann ich mich an meinen ersten "Norweger-Pullover" erinnern: es war ein Raglanpullover mit Sternen und war aus reiner Schurwolle in naturweiß, rot und schwarz gestrickt.

Nachdem die Garnvielfalt zu DDR-Zeiten eher begrenzt war, verfiel auch ich nach der "Wende" kurzzeitig dem Rausch der unüberschaubaren Flut an Flausch- und Effektgarnen. Leider konnte man damit eigentlich nur glatt rechts und links stricken - also auf die Dauer langweilig. Schnell kehrte ich wieder zu glatten Garnen zurück und schwelgte in Farben und Mustern.

Mitte bis Ende der "90er" fielen mir erstmals englischsprachige Bücher von Kaffe Fassett, Alice Starmore, Elsebeth Lavold und anderen Strickdesignern in die Hände - es war Liebe auf den ersten Blick zu dieser Farben- und Formenvielfalt bei gleichzeitiger unaufdringlicher Schlichtheit der Modelle.

Gleichzeitig lernte ich stricktechnische Lösungen für viele Probleme kennen, die mich schon oft genug an den Rand der Verzweiflung gebracht haben - z.B. das Stricken von farbigen Mustern von der linken Seite in den Rückreihen oder das nie enden wollende Verstopfen von unzähligen Fäden. Genial, dass die Frauen von den Fair-Isle- und Shetland-Inseln schon vor langer Zeit auf die Idee kamen, die Fäden gleich beim Stricken einzuweben und farbige Muster komplett rund nur auf rechts stricken und die Strickstücke an den Öffnungen für Ärmel und Halsausschnitt hinterher aufzuschneiden. Ich probierte es aus - erinnere mich noch gut meines Herzklopfens vor dem Zerschneiden eines Strickstückes, das mich Wochen Arbeit gekostet hatte - aber es klappte tatsächlich!
Warum steht dies in keinem deutschsprachigen Strickheft???
Nie habe ich geahnt, wie viele Varianten des Sockenstrickens es gibt.

Vor einiger Zeit begann ich, die faszinierende keltische Mustervielfalt aus Knoten, verschlungenen Zöpfen, Fabelwesen und Runen in vielfarbigen und Strukturmustern umzusetzen, inspiriert wiederum durch weltbekannte Strickdesigner, die sich der Pflege dieser kulturellen Traditionen gewidmet haben.

Strickmuster

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